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Sozialversicherungsrecht

Das gesetzliche Krankentagegeld für in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versicherte Selbstständige läuft zum 1.1.2009 aus. Alle Selbstständigen, die freiwillig Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, müssen Krankentagegeldleistungen künftig privat versichern. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten neben den privaten Versicherungsträgern gegen Zusatzbeitrag Krankentagegeldversicherungen an.

Der Vorteil: Die gesetzlichen Krankenkassen verzichten im Gegensatz zu den privaten Versicherungsträgern auf einen Gesundheits-Check. Außerdem verlangen die gesetzlichen Krankenkassen keine Zuschläge und versichern alle Krankheiten. Die privaten Versicherungsträger hingegen können bestimmte Krankheiten aus dem Versicherungsschutz herausnehmen.

Die Angebote unter den gesetzlichen Kassen sind unterschiedlich und reichen von einem Höchstbetrag pro Krankentag von 86 € bis 200 €. Bei privaten Krankenversicherungen ist der Nettoverdienst hingegen zu 100 % absicherbar. Unklar ist bis dato auch, ob, bzw. ggf. in welcher Höhe ein Versicherter für die Zeit des Krankengeldbezuges einen Kassenbeitrag zu leisten hat. Letzteres spielt bei der Wahl des Absicherungstarifes bzw. der Höhe der täglichen Leistung eine wichtige Rolle.

Die Crux einer privaten Zusatzversicherung liegt auch darin, dass die Tarife nach einer Krankheit innerhalb der ersten zwei oder drei Versicherungsjahre gekündigt werden können. Auch Krankentagegeldanpassungen sind vielfach nicht ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.
Selbstständigen mit häufigen Erkrankungen bleiben somit nur die Zusatztarife der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Artikel der Ausgabe Januar 2009: